News rund um KI und Co.
Aktuelles von Barbara Koch
- Zertifizierte KI-Managerin
- Greenwashing: EmpCo-Richtlinie
- Bullshit-KI-Posts?
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
- KI-Kennzeichnungspflicht
- Sichtbar durch GEO
- Warum B2B-Marketing eine GEO-Strategie braucht
Zertifizierte KI-Managerin
KI heißt jetzt auch “Koch Intelligence” 😀
Seit kurzem darf ich mich ganz offiziell zertifizierte KI-Managerin nennen! 🎓
In dem Kurs der Akademie der Deutschen Medien habe ich mich unter anderem intensiv mit folgenden Themen beschäftigt:
✔️ KI-Tools in der Content-Erstellung
✔️ Strategien zur Optimierung von Kommunikation & Marketing
✔️ Effizienz durch smarte Workflows
✔️ Rechtsfragen rund um KI
…und natürlich mit der Frage: Wie nutze ich KI sinnvoll und kompetent?
EmpCo – "Empowering Consumer for the Green Transition"
Ihr Unternehmen ist umweltfreundlich, klimaneutral und nachhaltig?
Das ist gut.
Weniger gut ist: Dass Sie das ab 2026 so nicht mehr kommunizieren dürfen.
Zumindest nicht nach dem Willen der EU.
Es sei denn, Sie haben die notwendigen Belege.
Bullshit-KI-Posts?
Kreativer Content, Markenbildung und Authentizität – das sind die Marketings-Trends 2025, wie unter anderem das Mediennetzwerk Bayern in einer aktuellen Studie festgestellt hat. Wichtig auch: das Vertrauen in eine Marke. In letzter Zeit stelle ich jedoch zunehmend fest, dass viele Marken dabei sind, an Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu verlieren. Warum das so ist?
Wo liegen die sprachlichen Grenzen von KI-generierten Posts?
Gegenfrage: Wie lange haben Sie noch Lust automatisierte Bullshit-Posts mit Plattitüden wie "Das Produkt XY verbindet das Beste aus zwei Welten und revolutioniert damit die Snack-Welt. Ein Geschmack, der süchtig macht." lesen zu müssen? Dies ist der Auszug aus einem KI-generierten Posts einer Agentur, die diesen Beitrag seinem Kunden als SocialMedia-Text verkauft. Hochwertiger Content sieht anders aus, oder?
I´m the Human in the Loop
Ja, liebe Werbeagenturen, Marketingabteilungen, KI-Schulungsexperten und was sich gerade sonst noch im KI-Markt tummelt: Der Einsatz von KI spart Zeit, Geld und Mitarbeitende. Aber eine Bitte: Überprüft die Qualität des generierten Contents. Denn sonst verlieren eure Marken ganz schnell an Glaubwürdigkeit. Gerne übernehme ich die Qualitätssicherung von KI-generierten Texten.
Barrierefreiheits-stärkungsgesetz (BFSG)
Am 28. Juni 2025 ist das neue Gesetz für Barrierefreiheit, das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), in Kraft getreten. Seit diesem Datum müssen alle betroffenen Webseitenbetreiber in Deutschland die Vorgaben des BFSG und der WCAG 2.2 einhalten.
Neue Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte
Ab dem 2. August 2026 gilt in der EU – und damit auch in Deutschland – eine KI-Kennzeichnungspflicht für KI-generierte oder manipulierte Inhalte. Ob Bild, Video, Audio oder Text: Wer täuschend echte KI-Ergebnisse veröffentlicht, muss diese künftig klar als KI-generiert kennzeichnen.
Das betrifft nicht nur große Unternehmen, sondern auch Freelancer, Agenturen, Influencer und Redaktionen. Ziel der Regelung ist mehr Transparenz und Verbraucherschutz – und sie wirft schon jetzt wichtige Fragen für alle auf, die Inhalte erstellen und veröffentlichen.
Was Sie jetzt wissen sollten – und wie Sie sich darauf vorbereiten können, habe ich in einem kompakten Überblick zusammengefasst:
Wie werde ich sichtbar für KI-Systeme?
Wandel von SEO zu GEO
Nach über 20 Jahren dominiert nicht mehr die Suchmaschinenoptimierung (SEO) die digitale Sichtbarkeit, sondern GEO – Generative Engine Optimization. Während SEO darauf abzielt, in den Suchmaschinen gefunden und angeklickt zu werden, optimiert GEO Inhalte dafür, von generativen KI-Systemen (LLMs) wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Copilot verstanden und in deren Antworten genutzt zu werden.
Diese „Antwortmaschinen“ liefern in der Regel keine Linklisten, sondern fertige Inhalte – eine grundlegende Veränderung der Sichtbarkeitslogik. Auch wenn Quellenangeben mitgeliefert werden und bei Bedarf angeklickt werden können.
Warum GEO jetzt entscheidend wird
Heutzutage erwarten Nutzer direkte Antworten. Und KI-Systeme bevorzugen Quellen mit hoher Autorität und klarer Struktur. Sichtbarer wird man z. B. durch Erwähnungen und Zitate in KI-Antworten, anstatt durch Suchrankings. GEO optimiert Inhalte so, dass sie von KI-Systemen gefunden, verstanden und in Antworten eingebaut werden können. Die drei Kernprinzipien von GEO sind also Relevanz, Autorität und Struktur.
Wie LLMs Inhalte finden und bewerten
LLMs (Large Language Models) nutzen eine Vielzahl von Quellen, darunter Webseiten, strukturierte Daten (Tipp: Schema.org benutzen – leider bieten das nicht alle Plattformen für Webseiten an. Mein Jimdo-Baukasten leider auch nicht) und Fachpublikationen. GEO bietet Unternehmen die Chance auf hohe Sichtbarkeit in KI-Antworten und den Aufbau von Vertrauen als verlässliche Quelle. Allerdings gibt es auch Risiken wie weniger Website-Traffic und den hohen Bedarf an neuer Content-Strukturierung. Erfolgreiche GEO-Strategien setzen auf zitierfähige Inhalte, FAQ-Formate, den Aufbau von Fachautorität und die Stärkung externer Erwähnungen.
Fazit:
Die Integration von KI in Such- und Informationssysteme wird weiter zunehmen. Unternehmen, die früh auf GEO setzen, sichern sich langfristige Sichtbarkeit und Einfluss in der KI-dominierten Informationswelt.
Warum B2B-Marketing 2026 eine GEO-Strategie braucht
Der Suchmarkt im B2B-Sektor erlebt derzeit seine größte Transformation. In einem aktuellen Praxiswebinar der Agentur SEOKRATIE gab Gründer Julian Dziki interessante Einblicke in die wachsende Bedeutung von Generative Engine Optimization (GEO). Die Kernbotschaft: Wer im B2B-Bereich komplexe Lösungen anbietet, muss dort präsent sein, wo die Einkäufer ihre Entscheidungen vorbereiten – in den Antworten der KI.
Zahlen. Daten. Fakten.
Die Faktenlage ist eindeutig und stützt sich auf eine Analyse von rund 70 B2B-Websites mit 6,5 Millionen Nutzern. Wer die aktuelle Entwicklung verschläft, riskiert seine Sichtbarkeit:
Massive Traffic-Verschiebung: Der Anteil von Google am Website-Traffic sank in der B2B-Analyse zwischen 2024 und 2026 von 40 % auf 22 %.
Explosives Wachstum: Während Google-Klicks abnahmen, stieg der Traffic durch KI-Tools im selben Zeitraum um 2.950 %.
Die Conversion-Lücke: Qualität schlägt Quantität. Während Google Organic im Schnitt bei 1,76 % konvertiert, erreicht ChatGPT eine Conversion-Rate von 15,9 %.
Der Komplexitäts-Effekt: Je erklärungsbedürftiger ein Produkt, desto stärker hilft die KI dem Nutzer. Bei komplexen Industrieprodukten liefert KI-Traffic bereits bis zu 15 % der Conversions, obwohl er nur 1–2 % des Volumens ausmacht.
Einblicke in die aktuelle Forschung
Dass diese Zahlen keine Einzelfälle sind, belegen verschiedene internationale Studien, die die Überlegenheit von KI-Traffic und die Hebel für Sichtbarkeit untersuchen:
Forrester Research: Ganze 94 % der B2B-Einkäufer nutzen KI-Tools bereits aktiv zur Vorbereitung ihrer Kaufentscheidungen. https://www.forrester.com/report/2026-buyer-insights-buyer-usage-of-genai/RES186873
Aggarwal-Studie (Cornell University): Diese wegweisende Untersuchung belegt, dass wörtliche Expertenzitate und konkrete Zahlen die Sichtbarkeit in generativen KI-Antworten um jeweils 30 % steigern. https://arxiv.org/abs/2311.09735
Seer Interactive: Fallstudien zeigen, dass Traffic von ChatGPT bis zu 8-mal besser konvertiert als die herkömmliche Google-Suche. https://www.seerinteractive.com/insights/case-study-6-learnings-about-how-traffic-from-chatgpt-converts
Ahrefs: Berichtet über eigene Daten sogar von einer 23-fach höheren Conversion-Rate im Vergleich zu organischen Google-Referrals. https://ahrefs.com/blog/ai-search-traffic-conversions-ahrefs/
Kaiser & Schulze (2026): Die Professoren der Universität Hamburg und der Frankfurt School belegen wissenschaftlich den „Complexity Effect“, bei dem KI-Systeme besonders bei schwierigen Kaufentscheidungen traditionelle Kanäle schlagen. https://pubsonline.informs.org/doi/10.1287/mksc.2025.0489
(Leider kann ich keine direkten Links setzen, deshalb habe ich die Links unter den jeweiligen Beitrag gesetzt).
Für moderne Text- und Content-Konzepte bedeutet das: Wir müssen Inhalte so aufbereiten, dass sie nicht nur von Menschen gelesen, sondern von KI-Systemen als zitierfähige Expertenquelle erkannt werden.